Wunderdroge Zeit

Prolog

Das Rauschmittel

Wahrnehmungsverzerrungen in Wissenschaftsbereichen

Geistesverwirrtheit in Philosophie und Theologie…

Erläuternde Ergänzungen zu der „Wunderdroge Zeit“…

Resümee zur Wirkungsweise der „Wunderdroge Zeit“…

  

Prolog 

Mit diesem Prolog will ich einige grundlegende Klärungen zu der Thematik „Zeit“ vorausschicken. Im Wesentlichen dreht sich alles dabei um die (auch) von mir vertretene Feststellung,  dass es „Zeit“ als eine eigenständige „physisch durch sich selbst vorhandene Größe“ im materiellen Daseinsgeschehen überhaupt nicht gibt.

In mehreren Ausarbeitungen (vgl. die später dazu aufgeführten einzelnen Fundstellen) habe ich dafür von verschiedenen „Blickwinkeln“ her die näheren Begründungen entwickelt. Mit einem ersten Textentwurf „Wunderdroge Zeit“ wollte ich einen Überblick all der  Folgerungen auch im weitesten Sinn aufzeigen, die sich ergeben, wenn man nur einmal bereit ist zu dem Einsehen „Zeit als eine eigenständige physische Größe existiert nicht, existiert nirgendwo“.

Bei einigen anfänglichen Dialogen und Gesprächen im Zusammenhang mit den von mir bereits entworfenen Skizzen „Wunderdroge Zeit“ musste ich jedoch erfahren, dass es offenkundig zu der bei allem entscheidenden Feststellung „Zeit existiert niemals als eine ‚eigenständige‘ physische Größe“ Denkblockaden gibt, wie es den Anschein hat – von einem geradezu unüberwindbaren Ausmaß.

Also unternehme ich in diesem unter „Wunderdroge Zeit“ nunmehr „vorgeschalteten“ Prolog für meine sämtlichen einzelnen Ausarbeitungen zu der Thematik „Zeit“ eine Beweisführung für die Richtigkeit meiner bisherigen Behauptungen.                                   

Um „Argumente und Gegenargumente“ übersichtlich auflisten zu können will ich nachfolgend die Figur eines „Denkkontrahenten“ einsetzen. (Es ist eine erfundene Figur, entwickelt und angelehnt aber im Zusammenhang mit „wunderbaren Dialogen“, die tatsächlich zu all meinen Ausarbeitungen stattgefunden haben.)

Einige der Hauptargumente meines Denkkontrahenten:   

-  Wenn Nowak (der Herausforderer im Prolog) davon spricht, es gäbe in der materiellen Realität nie etwas Anderes als ständig ablaufende Veränderungsvorgänge, ja – woraus bestehen denn dann diese Veränderungsvorgänge selbst? Es gibt dann doch überhaupt kein auch nur geringstes ‚Davor‘ und es gibt dann nie auch nur das geringste ‚Danach‘  (also etwas Späteres). Also gibt es dann doch eigentlich überhaupt nichts mehr als ein irgendwie Vorhandenes…

Dies ist eine anscheinend unüberwindbare Denkblockade. Die tatsächlichen Zusammenhänge werden nicht erfasst, weil ‚das Denken‘ sich nicht damit abfinden will, etwas im üblichen Wahrnehmungsgeschehen völlig Ungewöhnliches als den tatsächlich allein zutreffenden Sachverhalt akzeptieren zu sollen. (… erinnert sei hier an das eigentlich längst ausgeleierte und übermäßig beanspruchte Beispiel „die Welt ist eine Scheibe“; hier die damalig naheliegenden Denkgewohnheiten: „Es ist außerordentlich gefährlich, ein Schiff immer weiter in die fernsten Bereiche steuern zu wollen; irgendwann erreicht man dann den äußersten Meeresrand und stürzt mit Mann und Maus in die Tiefe…“. Oder auch: „Wenn die Erde eine Kugel sein soll – ja, dann leben die jenseits wohnenden Antipoden ja mit dem Kopf nach unten, eigentlich immer dem Abstürzen preisgegeben…“).

Ein sehr anschauliches Beispiel soll zeigen, dass diese von mir in den Vordergrund gerückte „Denkblockade“ nichts Anderes verdient als durch bessere Einsicht endgültig aufgegeben zu werden.

Ich wähle als Beispiel die „Starenschwärme über Rom“ – als Filmmaterial festgehalten; ein überaus eindrucksvolles Naturschauspiel, von den Touristen und von den Einheimischen bestaunt und bewundert, wenn es sich in den Abendstunden ereignet.

Der Starenschwarm (nicht nur in Rom, auch an der Unterelbe zu bestaunen, ähnlich so auch die dichten, gewaltigen Vogelschwärme an der Nordsee) besteht aus einer riesigen ‚Anballung‘ von unablässig bewegten Vogelleibern. Für die ‚Zeit‘ ihres Vorhandenseins existieren sie unter normalen Bedingungen insgesamt nur in dem Zustand andauernder Veränderung. Ein „gedachter“ echter Stillstand – und alles bricht absolut völlig zusammen. D.h. mit diesem Beispiel beweise ich, dass es in der Realität beobachtbar Vorgänge gibt – tatsächlich in einem Zustand andauernder Veränderung ohne den geringsten Stillstand. Ein Einwand der Art etwa, wenn in so einem Fall alles Vorherige nicht mehr existent sei und alles Nachfolgende auch noch keine Existenz haben könne, dann könne doch das sich in einer unablässig andauernden Veränderung Befindliche auch keine Existenz haben – der Starenschwarm beweist, dass in dieser Argumentation ein eklatanter Denkfehler steckt.                 

Unter „Erläuternde Ergänzungen zu der ‚Wunderdroge Zeit‘…“ führe ich auszugsweise auf, was Egbert Scheunemann in Irrte Einstein? in „Zusammenfassung der Ergebnisse“ in diesem Zusammenhang ausführt, hier ungekürzt: … 3. Ein informierter Blick offenbart sämtliche Ansammlungen von Materieenergie bzw. Energiematerie im gesamten Universum als permanent bewegt: Die Erde dreht sich um sich selbst und um die Sonne. Unser Sonnensystem dreht sich um den Kern unserer Galaxis. Unsere Galaxis bewegt sich relativ zu anderen Galaxien. Der Mond dreht sich relativ zur Erde und die Erde relativ zum Mond – und beide drehen sich um den gemeinsamen Masseschwerpunkt. Menschen am Äquator bewegen sich relativ zur Erdachse schneller als in Hamburg. Und der Kopf eines Menschen bewegt sich, gemessen am exakten Erdmittelpunkt, relativ schneller als seine Füße, falls er aufrecht steht und vermeintlich ‚ruht‘. Das Blut in seinen Adern  bewegt sich relativ zu seinen Kapillaren. Seine Gehirnströme bewegen sich relativ zu seinen Neuronen. Die Elektronen, aus denen diese Neuronen unter anderem bestehen, bewegen sich relativ zu den Protonen, aus denen sie auch bestehen. Alles bewegt sich permanent relativ zu irgend etwas anderem. Jede Uhr, egal, wo man sie hinstellt, geht so ‚langsamer‘ relativ zu einer anderen Uhr irgendwo im Universum – und umgekehrt, da jedes Bezugssystem völlig gleichberechtigt, weil willkürlich gesetzt ist. Alles wäre ‚zeitdilatiert‘ – und ‚längenkontrahiert‘. Also ist faktisch nichts ‚zeitdilatiert‘ und ‚längenkontrahiert‘. …

Das also ist in etwa das ganze Ausmaß dessen, was sich als „überhaupt nur irgend wahrnehmbar Vorhandenes“ in den uns umgebenden Daseinsvorgängen in einem Zustand unablässig ablaufender Veränderungsvorgänge befindet. Für eine vielleicht bessere Verständlichkeit dieses „elementar einzig tatsächlich wahrnehmbaren Sachverhalts“ habe ich beispielhaft die Wirkungsweise der über Rom kreisenden Starenschwärme angeführt: Hier ist geballt alles ständig in einer Bewegung ohne jeden Stillstand. Aus einer „vorherigen bewegten Situation“ folgt völlig unmittelbar ohne eine echte „aus sich selbst existierende Zeitspanne“ sofort die nachfolgende wiederum „bewegte Situation“. Es gibt keinerlei zeitlichen Stillstand, keine unmittelbar zu beobachtende Zeitspanne! Selbstverständlich können wir unter Benutzung einer Uhr registrieren, über welche Zeiträume sich die „geballten Flugmanöver“ jeweils hinziehen. Aber diese „Zeitmessung“ selbst hat nicht den geringsten Einfluss auf das gerade stattfindende Fluggeschehen. Wir können das Fluggeschehen fotografisch festhalten, können es filmen, können das so „Aufgenommene“ immer von neuem betrachten, können die gefilmten Flugbewegungen in Zeitlupe verlangsamen oder „rückwärts“ laufen lassen – aber all dies hat nichts den geringsten Einfluss auf die ohne Unterlass ablaufenden bewegten tatsächlichen „Daseinsvorgänge“.              

Als Erklärung für diese  „wundersamen Vorgänge“ habe ich in zahlreichen Ausarbeitungen entwickelt, dass wir es  bei den von uns wahrgenommenen „Zeitdehnungen“ hier eben mit einem „immateriellen Geschehen“ zu tun haben – wie es erstmals durch die Evolution zu einer besonderen Befähigung jeden organischen Lebens wurde. Wie die Wirkungsweise dieses „Immateriellen“ funktioniert – das ist weitgehend erforscht. Aber warum es dieses Immaterielle im Dasein überhaupt gibt, welche verursachenden Kräfte – wie auch immer – dieses „Zeit-Speicherungsvermögen“ bewirken, auf welche Weise die zuvor unter „Scheunemann“ erwähnten Neuronen mit ihren elementaren Bestandteilen von u.a. Elektronen und Protonen diese „wundersame Befähigung“ zu derartigen „Zeitspeicherungen“ haben - das übersteigt die Grenzen unserer Erforschungsmöglichkeiten.

Eine noch höhere Steigerung ins „Unbegreifliche“ erfahren wir, wenn wir die Wirkungsweise des „Immateriellen“ in unserem durch uns bewusst erlebten Dasein betrachten: Auch hier können wie das „Wie“ alles Immateriellen ziemlich zutreffend eingrenzen. Wir wissen, dass das Immaterielle als etwas Unkörperliches existiert. Das Immaterielle muss „lediglich“ in irgendetwas Materiellem verankert sein – dann kann es als etwas „Ungegenständliches“ aufbewahrt werden, Verbreitung erreichen, für allerlei Nutzungsmöglichkeiten Verwendung finden. Jeder einigermaßen begabte „Technofreak“ weiß ziemlich haargenau, um was es hier geht: Jeder „geschützte“ Musiktitel kann nur unter Gefahr drohender Schadenersatzforderungen unerlaubt von fremden Ursprungsquellen auf eigene Speichermedien heruntergeladen werden. Das dabei zur Verfügung stehende „immaterielle Gut“ selbst existiert als etwas völlig „Unkörperliches“, dieses „unkörperliche Gut“ wird lediglich (!, genau hier setzen nämlich ggf. Zugriffsverbote ein!) von einem materiellen Speichermedium auf ein anderes Speichermedium übertragen. Ein weiteres Beispiel für „unkörperlich existierende immaterielle Güter“: Das geistige Eigentum; hier sei nur an das „Plagiatsgeschehen“ bei fragwürdigen Doktorarbeiten erinnert…

Ich habe dies alles nur beispielhaft aufgeführt um darzulegen, dass uns „immateriell Reales“ als das Allerselbstverständlichste auch in unserem Alltag auf Schritt und Tritt begegnet. Und so ist es auch für mich das Allerselbstverständlichste, alle bewusst wahrgenommenen Zeitereignisse ausschließlich als lediglich „immateriell existierende Realitäten“ zu werten.

Für sich selbst materiell, physisch existierende Zeitspannen gibt es nicht in unserer Daseinswirklichkeit.        

Hier vernehme ich jetzt wieder die Argumentation  meines Denkkontrahenten:

- Zeit wird aber doch unbestreitbar tatsächlich überall gemessen. Und dafür gibt es doch auch die zuverlässigsten „Zeitablauf-Anzeiger“. Es gibt die von den Menschen in den verschiedensten Ausführungen und Techniken konstruierten Uhren. Es gibt äußerst exakt „pulsierende“ Elementarteilchen wie z.B. die Atome des Metalls Cäsium-133 als natürliche „Taktgeber“, mit denen sich Zeitspannen von auch „allerkürzester“ Ausdehnung messen lassen. Das alles beweist doch, dass „Zeit“ überall anzutreffen ist und in jeder Form von präziser Messung zur Anwendung kommt.       

Auch hier wieder eine Blockade in der sachgerechten Erkenntnisfähigkeit: All diese „Zeitablauf-Anzeiger“ bewirken doch niemals selbst eine Blockierung im unablässig ablaufenden Veränderungsgeschehen aller „materiellen“ Daseinsvorgänge“. – Kurz: Durch keinerlei Art von Zeitmessung entsteht jemals „eigenständig tatsächlich existierende Zeit“. Die geradezu „unüberwindbare Blockierung einer sachgerechten Erkenntnisfähigkeit bei der Beschäftigung mit dem Wesen der Zeit“ beruht einfach darauf, dass der Mensch jedes übliche Daseinsgeschehen immer nur in Zeitdehnungen wahrzunehmen vermag. Daraus entsteht der (kaum als Irrtum zu entlarvende) Eindruck, alles überhaupt nur jeweils  registrierte Zeitgeschehen habe eigenständig Realität. So auch z.B. die „ungeheuren Zeiträume der Vergangenheit“. Wenn man inzwischen über die Existenz der Dinosaurier in

längst vergangenen Zeiten außerordentlich zuverlässig informiert ist, dann gewinnen die Dinosaurier damit doch niemals die Realität Teil des heute tatsächlich ablaufenden Daseinsgeschehens zu sein.

Die Frage hier konzentriert auf den Punkt gebracht ist also: 1.) „Gedanklich Registrierbares“ wird also „fraglos“ allein schon durch das „Registrieren“ Teil unserer Daseinsrealität! - Aber was da ab der Hereinnahme in alles kulturelle Ausgestalten unserer Lebenswelt zu einem Teil aller jeweils aktuellen „Daseinsausdeutungen“ wird – erhält dieses so durch eine gedankenreiche „Auferweckung“ jeweils wieder Entstandene als ein jetzt erweiterter Teil unserer Vorstellungswelten damit zugleich auch materielle, physische Realität? – Nein, niemals! Alles bleibt nur im weitesten Sinn immer einzig und allein ausschließlich „gedanklich erarbeitetes“ immaterielles Kulturgut! 2.) Wenn aber das heute „Registrierbare aus längst vergangenen Zeiten“ allein schon durch das Registrieren selbst niemals eine aktuell tatsächlich vorhandene Daseinsrealität gewinnt, ab welchem kürzeren Zeitraum kann man dann zuverlässig überhaupt allein durch „gedankliches Rekonstruieren vergangener Vorgänge und Geschehnisse“ eine bereits jeweils gerade jetzt tatsächlich vorfindbar „materiell“ existierende Realität zustande bringen? Antwort hier: Niemals können auch nur für einen allerkürzesten Zeitraum allein aus dem „Erdenken irgendwie vorhandener Zeitspannen“ tatsächlich existierende Daseinselemente geschaffen werden!

Jede Form von wie auch immer vorausgesetzten vorhandenen Zeitspannen ist immer das Resultat „einer inneren immateriellen Zeitspeicherung“; ein tatsächlich damit völlig deckungsgleiches Außengeschehen kann dabei niemals wahrgenommen werden. Alles, was sich tatsächlich ereignet, befindet sich durch unablässige Veränderung bereits in nicht mehr dem gleichen Zustand, den es bei der ursprünglichen Wahrnehmung inne hatte. (Um es noch einmal zu wiederholen: All diese Zusammenhänge und Funktionsweisen sind – behaupte ich – lückenlos überprüfbar. Warum aber die zur Hauptsache daran beteiligten Neuronen diese „wundersame“ Befähigung für „frei verfügbare Speicherungen, Reflexionsvorgänge, letztlich sogar auch Gemüts-Steuerungen“ haben, das werden wir mit letzter Sicherheit nie herausbekommen. Das „Wie“ aller Funktionsweisen mag uns hier immer klarer werden, das „Warum“ dagegen wohl nie!)

Es mag endlich irgendwann einmal die Einsicht die Oberhand gewinnen, dass wir mit „allein rein immateriell erarbeiteten Denkkonstruktionen“ zu allen vielfältig ablaufenden Daseinsvorgängen exakt die dabei ablaufenden Regelmäßigkeiten ermitteln können. Hierbei dann auch bewusst viele der wahrgenommenen Anfangs- und Endpositionen sowie fast alle Zwischenstufen „in den Griff zu bekommen vermögen“ – obwohl es hier irgendwelche „materiell“ existierende „Fixpunkte“ tatsächlich überhaupt nicht gibt.  Warum uns so jedoch hier die immateriellen Gedankenkonstruktionen in höchster Annäherung an das tatsächlich ablaufend Geschehen immerhin gelingen, hier stehen wir vor einer – wie ich behaupte – unüberwindbaren Grenze des in unserer Daseinswirklichkeit überhaupt Erfahrbaren. 

Unsere immateriell geschaffenen Vorstellungswelten haben generell zunächst immer nur den „echten, realen Gehalt“ ganz allein aus einer inneren, allein menschenmöglichen „Orientierungs- und Zuordnungsbefähigung“ erschaffen worden zu sein. Selbstverständlich geschieht dies niemals ohne jeden „Außenbezug“ zu den tatsächlich ablaufenden wahrnehmbaren Daseinsvorgängen. Im besten Fall (so meine Überzeugung) in engster Anlehnung an das tatsächlich materiell-physisch ablaufende Daseinsgeschehen; in absurdesten Ausuferungen (die meist aber immer als etwas durchaus absolut Reales dargeboten werden!), in „fantastisch ersonnenen Hirngespinsten“, die aber mit den tatsächlich wahrnehmbaren Daseinsvorgängen niemals etwas vernünftig Begründbares zu tun haben.

Ich habe mich in diesem Prolog „Wunderdroge Zeit“ darauf konzentriert, vor allem gerade das Zustandekommen der verbreiteten Missverständnisse über das Wesen der Zeit herauszuarbeiten. Mein Anliegen bei dem Entwurf des ursprünglich geplanten Textes  „Wunderdroge Zeit“ zielte dagegen weit darüber hinausgehend vor allem darauf ab, viele der Orientierungs-Irrtümer aufzuzeigen, die sich aufdrängen, wenn man „Zeit“ als eine eigenständig existierende Größe bewertet. (Die Begründung für das Zustandekommen so zahlreicher Irrtümer zu dem Wesen der Zeit habe ich bereits in mehreren meiner weiteren Ausarbeitungen  zu der Enträtselung der geheimnisvollen Zeit erläutert.)

Und so ging es mir bei meiner Abhandlung „Wunderdroge Zeit“ vor allem gerade „gezielt“ darum, die Auswirkungen der verbreiteten Missverständnisse zum Wesen der  Zeit aufzuzeigen, wie sie in einigen entscheidenden Bereichen besonders eklatant zu Fehlorientierungen in unserer Lebenswirklichkeit führen. Unbestreitbar dürfte sein, dass wir – eigentlich doch generell mit einiger Erkenntnisfähigkeit ausgestattet – dennoch im Zusammenleben immer wieder Auswüchse auch reichlich unvernünftiger Verhaltensweisen erleben. Und gerade daran lässt sich hervorragend „herauskristallisieren“, dass ein ziemlich willkürlicher Umgang mit überaus beliebig ersonnenen Zeitvorstellungen ein entscheidendes „Instrumentarium“ für so auch  viele im weitesten Sinn „geistige Ausrutscher“ ist.    

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Das Rauschmittel

Bestimmte Drogen kommen als Rauschmittel zur Anwendung. Ich behaupte, dass die ganz natürlich zum Lebensinhalt des Menschen gehörende Größe „Zeit“ seit Menschengedenken in etwa wie eine dieser Drogen dazu verführt, rauschmittelartig ein vernünftiges Orientieren zu vernebeln – mehr oder weniger stark. Mit dieser Thematik will ich mich im Folgenden intensiver beschäftigen.

In mehreren Ausarbeitungen habe ich entwickelt, dass es im tatsächlich ablaufenden materiellen Daseinsgeschehen Zeit als eine „eigenständig existierende Größe“ überhaupt nicht gibt (in diesem Sinn hierzu auch meine Auslobung vom 24. Januar 2011 über 5.000 € für den Nachweis, dass im materiellen Daseinsgeschehen „physisch“ vorhandene Zeitspannen tatsächlich existieren).

Soviel wir auch in der Literatur zu erkunden suchen, was denn nun die Zeit ganz exakt eigentlich ist (d.h. wie „Zeit“ als etwas konkret Vorhandenes absolut zuverlässig fassbar wird) – eine unbedingt überzeugende Antwort werden wir hier nicht finden.  Trotzdem ist die Zeit (wie man weiß) ganz selbstverständlich ein fester, ein überaus wichtiger Bestandteil im Leben des Menschen.

Ich möchte nachfolgend also besonders intensiv herausarbeiten, wie der Mensch gerade das Vorhandensein dieser Größe „Zeit“ dazu verwendet, in seinem Denken alle nur irgend herstellbaren kreativen Vorstellungswelten zu ersinnen – in nicht seltenen Extremfällen bis hin zu absolut realitätsfremden, „überaus vergeistigten“ Vorstellungswelten. (Alles „Spekulative“ in obskuren Denkvorgängen bedient sich zumeist irgendwelcher Zeit-Manipulationen. D.h. es werden zeitliche Zusammenhänge rein spekulativ ersonnen und verbreitet, die mit den tatsächlich ermittelbaren Geschehensabläufen so gut wie nichts zu tun haben.) Eine „Extrem-Orientierungs-Blindheit“ solcher Art begegnet uns so immerhin fortwährend durchaus beständig im Alltagsgeschehen. Man muss also damit leben, dass unter den Menschen „ganz natürlich“ gerade  auch in Zeitvorstellungen letztlich alles „drunter und drüber gehen kann“. Aber wie „verzwickt“ daneben auch eine überaus sachgerechte Auseinandersetzung mit der Größe „Zeit“ sein kann, das möchte ich vor allem mit einem Ausflug in wissenschaftliche Bereiche demonstrieren; ich behaupte, dass hier im wissenschaftlichen Bereich eine gewisse Hilflosigkeit auszumachen ist.

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Wahrnehmungsverzerrungen in Wissenschaftsbereichen

Die Problematik, die im wissenschaftlichen Bereich in mehreren Punkten festzustellen ist, möchte ich wie folgt herausarbeiten:

Als ein Ausgangspunkt für die nachfolgenden Überlegungen sollte festgehalten werden: Wenn es „Zeit“ als eine tatsächlich eigenständige Größe in der materiellen Realität (wie ich behaupte) nicht gibt, dann ist es dem Menschen auch nicht möglich, überhaupt auch nur irgendeinen tatsächlich (materiell) geschehenden Daseinsvorgang exakt, also tatsächlich „wirklichkeitsgerecht“ zu erfassen. Diese „letzte Erforschungs-Blockade“ ist ganz einfach darin begründet, dass (wie ich weiterhin behaupte) bei jedem menschlichen Wahrnehmungsgeschehen stets eine „Zeitverzerrung“ stattfindet.

Zu all diesen Überlegungen gehe ich grundlegend von dieser Überzeugung aus: Was die tatsächlich vorhandene Realität wirklich ist, das können wir uns nie uneingeschränkt zu eigen machen. Denn daran hindert uns immer dieser unüberbrückbare Abstand zwischen reflektierender zeitlich gedanklicher Wahrnehmung des Menschen überhaupt und dem tatsächlich ablaufenden Veränderungsgeschehen.          

Wir sind von unserer natürlichen Beschaffenheit her unmöglich imstande, das tatsächlich ablaufende Daseinsgeschehen völlig verzerrungsfrei wahrzunehmen. Alle Fragen z.B. danach, welche Wahrnehmungseindrücke denn nun tatsächlich „wahr“ sind beginnen immer mit einer grundlegend falschen Einschätzung zu all diesen Zusammenhängen: Stets wird davon ausgegangen, dass das jeweils Wahrgenommene zutreffend erfasst wurde. Die richtige Ausgangslage ist aber – es finden hier völlig unüberwindbar von vornherein „Wahrnehmungsverzerrungen“ statt.

Statt bei allem Wahrnehmungsgeschehen (fälschlich – weil absolut vergeblich) nach der absolut zutreffenden Wahrheit zu fragen, müsste also viel zutreffender stets nur danach gesucht werden, was bei der generell völlig unüberwindbaren Wahrnehmungsverzerrung auf dem „Erkenntnisweg“ sozusagen alternativ als höchstmögliche Annäherung an die tatsächlich gegebenen Daseinsbedingungen herauszubekommen ist. (Eine generell fehlerhafte Vorgehensweise ist hier also immer wieder anzutreffen: Der jeweils gerade erreichte „Wissensstand“ wird all zu oft als etwas „endgültig Wahres“ gewertet – statt hier noch weiter „Offenheit bei allem immer noch Unabgeklärten zuzulassen“.)

Meine grundlegende Behauptung für das Zustandekommen zu dieser sehr eingeengten Orientierungsweise ist in diesem Zusammenhang durchgehend, dass der Mensch durch innere molekulare Speicherungsvorgänge die Zeit als eine immaterielle Größe in seiner bewussten reflektierenden Lebensgestaltung fortwährend selbst erzeugt.

Das mag bei jedem auf Ablehnung stoßen, der so einen Rückgriff auf „immaterielle Realität“ als ein versponnenes wirklichkeitsfremdes Erfinden von etwas „irgendwie rein magisch vorhandenem Substantiellen“ einschätzt. (Dazu später noch etwas eingehender unter „Geistesverwirrtheit in Philosophie und Theologie auch durch die Zeitirritationen von der rätselhaften Zeit her“.)  

Einer derartigen Ablehnung von „immateriellen Größen überhaupt“  halte ich entgegen, dass uns „immaterielle Realität“ unabweisbar ständig und mit großer Selbstverständlichkeit in unserem Wirklichkeitsgeschehen  begleitet. Alles, was  nur  irgend  als „geistiges Gut“                                                        konkret Verbreitung finden kann, hat unbedingt festen Anteil an unserer Lebenswirklichkeit. Die Software in der Datenverarbeitung, die zum Patent angemeldete Erfindung, das Markenzeichen für ein bestimmtes Produkt usw. usf. – all dies sind „unstoffliche Nutzungsgüter“, die aber für jede Art von Alltagsgebrauch in konkreter Verwendungsmöglichkeit Anwendung finden (und zu deren Nutzung Rechtsnormen geschaffen wurden, die von jedem gegen jeden zur Anwendung gebracht werden können.)

Und so jetzt auch ein Erläuterungs-Versuch zu den „Wahrnehmungsverzerrungen in den Wissenschaften“. Im Bereich der Physik wird bei „zeitlichen“ Veränderungsvorgängen niemals ein mit der tatsächlichen Realität exakt übereinstimmendes „Spiegelbild“ wiedergegeben. Denn jedes wahrgenommene oder wie auch immer aufgezeichnete Geschehen existiert im Zeitpunkt jeglicher Auswertung wegen der „molekularen inneren Steuerung“ des Menschen unvermeidlich nicht mehr in genau dem Zustand, den es im Zeitpunkt einer nur irgend möglichen Wahrnehmung inne hatte. Tatsächlich hat sich zwischen jeder Art von  Wahrnehmung und einer dazu jeweils überhaupt möglichen Auswertung ein Fortgang im stetigen Veränderungsgeschehen ergeben. Diese „Abweichung“ ist im Großen und Ganzen bei den üblichen Veränderungsvorgängen in der Natur kaum bemerkbar. Aber wenn es darum geht, Beobachtungen absolut deckungsgleich mit den Veränderungsvorgängen in der Natur zu erzielen, dann findet hier immer – und sei es auch nur in einem allergeringsten Ausmaß – eine „Verzerrung“ statt. Der Mensch nimmt Zeitspannen wahr und legt diese Zeitspannen allen mathematischen Zeitberechnungen zugrunde. Das Naturgeschehen kennt aber insgesamt gesehen keine einzige echte Zeitspanne sondern nur unaufhörlich vor sich gehende Ablaufveränderungen.

Auf diesem Weg wird in der Physik, was sich nur irgend an den ständig ablaufenden Veränderungsvorgängen vermessen lässt, mit den dabei jeweils gewonnenen Mess-Ergebnissen als eine rein mathematisch konstruierte Wirklichkeit insgesamt „aufgebaut“. Für diese „Wirklichkeit“ kann aber allgemein vertretbar nur der Anspruch erhoben werden, hier bestenfalls in höchster Annäherung die tatsächliche Realität wiederzugeben. Aber für keine einzige Feststellung kann hier gelten, dass dies ein absolut sicheres Fundament für alle weiteren möglichen Folgerungen und Theorien ist. Sondern es muss bei jeder Vorgehensweise immer von Neuem die höchstmögliche Annäherung bzw. Übereinstimmung zu den tatsächlich ablaufenden Daseinsvorgängen angestrebt werden.                  

Warum diese Skepsis, diese Vorbehalte gegenüber einem anscheinend überaus gefestigten Wissenschaftsbereich?

Zu dem gesamten Wissenschaftsbetrieb verfüge ich in keinem Fall über sehr spezielle Fachkenntnisse. Mich interessiert bei allem einfach nur, was es insgesamt mit dieser  tatsächlichen Daseinswirklichkeit auf sich hat, in der ich mich durch das „Hineingeborenwordensein“ vorfinde. Mich interessiert dabei vor allem das „Empirische“,

der tatsächlich auszumachende stoffliche Inhalt allen Naturgeschehens. Ich will mich z.B. unbedingt von allem Erkenntnisstreben fernhalten, das im Wesentlichen nur in  einer spekulativen Philosophie oder in rein metaphysischen Denkgebilden ausufert. Sondern mich beschäftigt allein  die Fragestellung: Inwieweit gelingt es uns, die tatsächliche (empirische) Daseinswirklichkeit in allen Zusammenhängen zu verstehen?

Die zuverlässigsten Antworten hierzu finde ich bei den Naturwissenschaften. Aber zu einigen grundlegenden Fragen gerät man (behaupte ich) auf Irrwege, wenn man hier dem heute „zugänglichen Forschungsmaterial“ blind vertrauen wollte.

Mit meinen Ausarbeitungen z.B. zum Wesen der Zeit zeige ich „beispielhaft“ derartige Unstimmigkeiten auf. (Bei diesen Ausarbeitungen also niemals spekulativ zu den gängigen Paradigmen zusätzlich etwas eher metaphysisch hinzuerfinden wollen, darüber später mehr. Sondern hier nur die Grenzlinie, Schnittstelle herausarbeiten, an der sich „Irrtümer“ nachweisen lassen.)

In diesem Sinn ist hier sehr hilfreich auch ein Rückgriff auf die ziemlich aktuellen Fundstellen, die wir bei Alexander Unzicker und bei Egbert Scheunemann finden können: Alexander Unzicker Vom Urknall zum Durchknall (Springer-Verlag 2010), Egbert Scheunemann Irrte Einstein? (Books on Demand 2008).

Ich möchte hierzu gleich auf den Kern der Sache kommen.

Der Kern der Sache hier: Durch die Naturwissenschaften werden in einigen Auswüchsen derartige Realitätsüberzeichnungen konstruiert, die mit dem Anspruch von Wissenschaftlichkeit die tatsächlichen faktischen Daseinsgegebenheiten tatsächlich erfolgreich aus den Angeln zu heben scheinen; tatsächlich werden dabei jedoch rein hypothetisch Wirklichkeitsdimensionen geschaffen, die sich durch nichts im tatsächlichen Daseinsgeschehen als gesicherte Erkenntnisse oder wirklich gefestigte Theorien beweisen lassen.

Hier erleben wir eine überaus halsbrecherische Gratwanderung; aber wieso gerade hier „Gratwanderung“?

Die Physik (und insbesondere die theoretische Physik) hat ihre großartigsten Erfolge gerade dadurch erzielt, dass zu allem, was jeweils bislang gesicherter Forschungsbestand war, mit völlig neuen (ja „revolutionären“) Denkansätzen im Ergebnis überhaupt ungeahnte, trotzdem aber letztlich erfolgreiche Erkenntnisschritte erreicht wurden. (Begleitet wurde das zumeist allerdings auch durch ein sehr praxisbezogenes Experimentieren; aber erinnert sei hier z.B. an den entscheidenden theoretischen „Denkansatz“ von Lise Meitner, als es darum ging, die rätselhaften experimentellen „Kernforschungsergebnisse“ von Otto Hahn zu enträtseln.)

Die Gratwanderung jetzt: Alles was sich an theoretischen Erklärungsmöglichkeiten zu den letzten ungelösten Rätseln der Physik auftut, wird gerade heutzutage immer wieder auch zum Anlass genommen, hierzu die kühnsten Hypothesen in die Welt zu setzen.  

Die halsbrecherische Gratwanderung dabei: Es kommen so auch Hypothesen in die Welt, deren Mängel und Fehlerhaftigkeit sich bei genauerer Überprüfung unbedingt aufdecken lassen.

Hier können uns die zeitnahen Ausarbeitungen von Alexander Unzicker und Egbert Scheunemann eine Hilfe sein, um einen genaueren Überblick über die entscheidenden Zusammenhänge zu gewinnen.

Dabei ist vorauszuschicken, dass man selbstverständlich aus Erfahrung weiß, wie „die völlig neuen Theorien in der Forschungsentwicklung“ oft ein blindes Anrennen von einer Gegnerschaft her zur Folge haben, die das bislang bewährte und gesicherte Wissen nicht in Frage gestellt sehen wollen (hierzu eine übergroße Fülle an beispielhaften Fällen in Eine kurze Geschichte von fast allem von Bill Bryson).

Aber gerade die hier so oft geschehene kurzsichtige Ablehnung „revolutionärer Theorien“ sollte nie zu der Überzeugung führen, dass somit jede „kühne, aber inzwischen etablierte Theorie“ blind hinzunehmen sei. Richtig ist vielmehr: Eine skeptische und kritische Überprüfung aller bisherigen Forschungsergebnisse sollte immer möglich (ja, oft genug sogar „geboten“!) sein.

Bei den im Ergebnis erfolgreichen „skeptischen Analysen“ dieser Art kommt es jedoch gerade nicht darauf an, dass mit allen zutreffenden Einwendungen zugleich auch ein insgesamt schlüssiges Material zur Verfügung steht. Sondern wichtig ist einfach nur, dass hier überhaupt zu einigen Schwachpunkten „der Finger in die Wunde gelegt wird“, wenn dadurch die Aufmerksamkeit auf eine aussichtslose „Holzwegorientierung“ in den Blickpunkt gerät. (Beispielhaft etwas Vergleichbares in einem allerdings sehr viel größeren Rahmen: In Kritik der reinen Vernunft erarbeitet Kant z.B. grundlegend ein weitgehend schlüssiges Theoriengebäude zum theoretischen Verständnis aller Daseinszusammenhänge; in einigen letzten Fragen wird hier jedoch ein spezielles „Nicht-Wissen-Können“ eingeräumt – so z.B. bei dem Rätsel „das Ding an sich“ als einer nicht zu entschlüsselnden elementaren Daseinsbeschaffenheit. D.h. auch Kant hat nicht ein vollkommen abgeschlossenes „Denkmodell“ für alle Daseinszusammenhänge geschaffen; Kant hat vielmehr statt dessen nach dem damaligen Entwicklungszustand der Philosophie eine unübertroffen zuverlässige „Denkorientierung“ möglich gemacht.)       

In diesem Sinn kann uns Vom Urknall zum Durchknall von Alexander Unzicker davor bewahren, durch die moderne theoretische Physik bei der „Ergründung aller elementaren Daseinszusammenhänge“ in Ausuferungen völlig in die Irre zu geraten.

Unzicker umreißt in großen Zügen die Grundausrichtung seiner skeptischen Haltung gegenüber den „Ausuferungen in der modernen Physik“  bereits zu Beginn in Vom Urknall zum Durchknall unter LICHT ODER SCHON ERLEUCHTUNG?.

Egbert Scheunemann zeigt in Irrte Einstein auf, dass uns mit der Speziellen Relativitätstheorie und mit  der Allgemeinen Relativitätstheorie gerade nicht ein Theoriengebäude zuverlässig zur Verfügung steht, vom dem her wir in Sachen „Raum und Zeit“ für das gesamte Universum zu allen weiteren schlüssigen Folgerungen gelangen könnten. Am Ende des Buches listet Scheunemann eine kurze Zusammenfassung der hierbei entscheidenden Orientierungspunkte auf.

Mit dem Hinweis auf diese Fundstellen möchte ich deutlich machen, dass die von mir seit längerer Zeit erarbeiteten Schlüssel-Theorien zum Wesen der Zeit hier – im weitesten Sinn – einen weiteren Rückhalt finden. In meinen Ausarbeitungen zum Wesen der Zeit entwickle ich für den Bereich der Naturwissenschaften, dass es hier immer zu Irrtümern kommen muss, wenn von der Zeit als einer tatsächlich unmittelbar im Materiellen vorfindbaren Größe ausgegangen wird – wie es nach dem heutigen Stand der Naturwissenschaft anzunehmen sein soll.

In späteren „Erläuterungen zu der Wunderdroge Zeit…“ finden sich zu allem (insbesondere zu Vom Urknall zum Durchknall und zu Irrte Einstein?) weitere Einzelheiten, dabei auch Hinweise auf einige meiner Ausarbeitungen zu dem gesamten Themenbereich. 

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Geistesverwirrtheit in Philosophie und Theologie  auch durch die Irritationen von der rätselhaften Zeit her

Mit unserem Erkenntnisvermögen, mit unserem Denken können wir nur allzu leicht auf unerklärbare Irrwege geraten. Man muss dazu einfach nur festhalten, dass unserer „geistigen Kreativität“ im tatsächlichen Leben einfach keine Grenzen gesetzt sind. Geistiges Ausrasten, in seltenen Fällen sogar Totalausrasten, kommt zwar unter den Menschen nicht in gleicher Verteilungsdichte vor. Aber von den tatsächlichen Geschehensabläufen her müssen wir einfach zur Kenntnis nehmen, dass das menschliche Orientierungsvermögen in zahlreichen Einzelfällen, die gegenüber dem Realgeschehen in fantasiereichen Dimensionen „weit entfernt gegenüber dem Realgeschehen erfunden werden“, geistig bis hin zu den absurdesten Ausuferungen gesteuert sein kann.

Es sind die Bereiche, die sich vor allem im Geistigen bewegen; diese Bereiche haben –  wie ich behaupte - ein oft überaus gestörtes Verhältnis zur Realität. Die Rede soll hier von der Philosophie und von der Theologie sein.

An der Philosophie und an der Theologie kommt man im Alltagsleben nicht vorbei, weil hier einfach immerfort Allgültigkeitsansprüche gegen den Rest der Welt erhoben werden, Allgültigkeitsansprüche, die oft genug mit außerordentlicher Durchsetzungsmacht in Erscheinung treten.

Ich möchte von der bislang behandelten Problematik her vor allem hervorheben, welche Manipulationsmöglichkeiten hier gerade durch den Einsatz der rätselhaften Zeit vor sich gehen. Mit der „geistig ziemlich frei manipulierbaren Größe Zeit“ für alle nur irgend „im Geiste“ erdenkbaren Geschehenszusammenhänge besitzt der Mensch generell immer ein besonders geeignetes Instrumentarium um beliebig Denkwelten zu ersinnen, die mit den tatsächlich realen Geschehensabläufen kaum noch eine Übereinstimmung haben müssen.              

Zeit – behaupte ich - ist keine tatsächlich im materiellen realen Geschehen existierende Größe. Sondern Zeit ist eine „immaterielle Ordnungsgestaltung“, die wir in unserem Inneren durch „molekulare Organisationsmöglichkeiten“ selbst erschaffen.

Wie wir dann diese Zeitausgestaltung ausfüllen – exakt gerade eben das Zustandekommen dieses „Gestaltungsvermögens“ wird wohl immer rätselhaft bleiben. Aber welche Resultate dabei zustande kommen, welche Erscheinungsformen in der Menschheitsgeschichte hier bisher zustande gekommen sind, das immerhin können wir wahrnehmend verfolgen und denkend zur Kenntnis nehmen.

Und da können wir rückblickend selbstverständlich eine bemerkenswerte Entwicklung verfolgen: Unter den Menschen gab es immer ein Bemühen, für die Vorgänge im realen Daseinsgeschehen die tieferen Zusammenhänge zu erforschen. Jedoch sollten in der Vorgehensweise zu diesem „Erforschen“ immer zwei grundverschiedene Hauptrichtungen auseinander gehalten werden.

Die eine Richtung hierbei: Die tatsächlich realen Zusammenhänge herauszubekommen suchen.

Die andere Richtung dagegen: Mit den Möglichkeiten der Fantasie Zusammenhänge zu ersinnen, die im Großen und Ganzen mit dem tatsächlichen Geschehen kaum noch etwas zu tun haben.       

Diese zuletzt genannte „Fantasie-Kreativität“ formt und gestaltet die selbst ersonnenen Weltbilder immer auch mit Hilfe einer unrealistischen „Zeitmanipulation“ zusammen: Es werden Abläufe und Zusammenhänge ersonnen, die mit der faktisch in der Natur in Erscheinung tretenden Wirklichkeit nichts zu tun haben. Aus diesem Grund von mir die Ablehnung jeder im Kern rein spekulativen Philosophie. (Ein tatsächlich realitätsbezogenes Erkenntnisstreben dagegen fällt dagegen niemals unter diese Ablehnung; jegliche „Wahrheitsfindung“ ist hier verbunden mit dem Anspruch von Übereinstimmung mit der tatsächlich erfahrbaren Realität!).

Und in diesem Sinn ähnlich meine Ablehnung der Theologie, soweit wir es hier mit Überzeugungen zu tun haben „in allem über Gott Bescheid zu wissen“.

Niemals hat diese kritische Einstellung zur Theologie bei mir etwa aber etwas mit einer Ablehnung jeder Form von Religiösem generell zu tun. Denn das Religiöse selbst gehört ja unbedingt gerade zu den letzten großen Rätseln, wenn wir bis zu den Grenzen des überhaupt exakt Erfahrbaren vorstoßen. Wer sich ernsthaft mit auch den letzten Daseinsrätseln beschäftigen will kann diese exakt eingrenzbaren Fragestellungen nicht ignorieren wollen.

Nach meiner Überzeugung ist unser Denk- und Erkenntnisvermögen ist nicht dazu da, alle möglichen „philosophischen Luftgebilde“ zu ersinnen. Und unsere „Ungewissheit über letzte Daseinszusammenhänge“ darf auch nicht zu Ausuferungen solcher Art führen, jede Erscheinungsform von Gottesvorstellungen überhaupt Ernst nehmen zu sollen.

Mit dieser Orientierungsrichtung komme ich so noch einmal auf das bereits erwähnte Thema Grenzmetaphysik zurück. Unter „Wahrnehmungsverzerrungen in Wissenschaftsbereichen“ habe ich zuvor bereits einige Denkansätze hierzu entwickelt.    

Und so sollte man sich, wenn man sich ernsthaft mit dem Religiösen auseinanderzusetzen sucht, immer vor allem mit der Frage beschäftigen, ob wir mit unseren Fortschritten in der Forschung tatsächlich auch die letzten Daseinszusammenhänge vollständig abgeklärt haben.

Wenn wir uns mit den Resultaten der Kosmologie, der Evolutionsforschung usw. vertraut machen, dann sollte einfach zugestanden werden, dass zwar das „Wie“ aller Funktionsweisen und Zusammenhänge in diesen Bereichen weitreichend geklärt zu sein scheint. Aber das „Warum“ zu allem überhaupt bleibt dabei unbeantwortet. Gerade hier beginnen für mich die Fragen und die Ratlosigkeit bei der gedanklichen Auseinandersetzung mit den Rätseln aller Daseinszusammenhänge: Warum überhaupt alles so da  ist, wie  es  da ist. Warum  dabei vieles – bezogen z.B. auf den Menschen – mit so                                                       

unbegreiflichen Befähigungen ausgestattet ist, wie wir es mit unseren intellektuellen Begabungen, Gefühlswelten usw. vorfinden. Das kann uns die Kosmologie auch bei allen oft sehr gewagten Denkausuferungen  nicht erklären. Das alles wird auch nicht durch ein immer besseres Verständnis der Evolution erklärt.

Genau das ist der Grenzbereich, mit dem man sich ernsthaft beschäftigen kann, wenn man von den heutigen Fortschritten in der Forschung her nach Antworten zu den tatsächlich vorhandenen Daseinsgegebenheiten sucht. Wenn man z.B. dabei in erster Konsequenz und Folgerichtigkeit alle Gottesvorstellungen ablehnt, die von ihrer überlieferten Gestaltung her einfach nur noch als unglaubwürdig einzuschätzen sind. Dieser Grenzbereich ist eine Denkherausforderung, bei der man – meine ich – unmöglich zu einer abschließend absolut zutreffenden Antwort gelangen kann (auch hierzu in den „Erläuternden Ergänzungen zu der Wunderdroge Zeit…“ weitere Fundstellen und Beispiele).

Was diese ganze Angelegenheit heute aber so sehr ins völlig Absurde abgleiten lässt, das hängt mit der unerträglichen „Dogmatik und Orthodoxie“ der verschiedenen etablierten Glaubensrichtungen zusammen.

Uns wird heute ein Glaubensgut angeboten, das in all seinen Einzelheiten nur unglaubwürdig ist. Alles beruht durchweg vor allem auf historisch verfestigten Legendenbildungen.

Und auch da spielt eben wieder mit hinein, dass „die Zeit selbst“ niemals eine tatsächlich existierende, prinzipiell exakt überprüfbare Größe ist, eine zuverlässige Stütze etwa auch für die absurdesten Legendenbildungen. Ein völlig eigenständig vorhandenes Zeitgeschehen gibt es nicht. Bei der bewusst ablaufenden Zeitwahrnehmung ist es allein der Mensch, der in seinem Inneren überhaupt nur jede Zeitgestaltung formt.

Mit derartigen Zeitgestaltungen kamen in der Menschheitsentwicklung eben auch die zahlreichen Legendenbildungen zustande, die sich immer stärker zu „unerschütterbaren Wahrheiten“ verfestigen konnten: Was an einer jeweiligen Legende tatsächlich wahr war und was nur Fantasiegebilde, das ließ sich kaum noch exakt überprüfen, weil so eben in jeder Epoche das jeweils „aktuell auszudeutende Zeitgeschehen“ mit allen nur erdenklichen Inhalten beliebig ausgefüllt werden konnte, die sich in der menschlichen Vorstellungswelt entwickeln ließen. 

Die gesamte Problematik mit allem Religiösen ist selbstverständlich wesentlich umfangreicher und vielfältiger. Was an den einzelnen Konfessionen, Glaubensrichtungen insbesondere im Kern überaus kritisch anzumerken wäre, dazu Ausführlicheres in weiteren Ausarbeitungen. Ich konzentriere mich hier auf die „Wunderdroge Zeit“. Bei dieser „speziellen Betrachtungsweise“ wird das überaus Unsinnige an der etablierten christlichen Religion besonders deutlich, wie es sich vor allem anhand des leicht durchschaubaren Erfindungsreichtums in „Zeitmanipulationen“ entschlüsseln lässt.

Mir kommt es immer wie unbegreifliche Geistesschwäche vor, wenn in täglichen Glaubensverkündigungen verbreitet wird, welches überlieferte Glaubensgut heute noch mit Ernsthaftigkeit zur Kenntnis genommen werden soll.

Es steht eindeutig fest, dass die Schilderungen der Bibel konkrete Vorgänge betreffen, also Ereignisse, die sich so tatsächlich zugetragen haben sollen. Es handelt sich hierbei vor allem aber nachweislich um reine Legendenbildungen, die total an der Wirklichkeit vorbeigehen. 

Es ist einfach bestürzend, was in der Theologie als religiöser Glaubensstoff in vielen Teilen völlig unglaubwürdig verbreitet wird.

Dogmatik und Orthodoxie sind niemals bereit, tatsächlich wahre Zusammenhänge zur Kenntnis nehmen zu wollen. Wahre Zusammenhänge werden außer Kraft gesetzt durch überlieferte Verkündigungen.

Ein besonderes Kapitel an höchster Unvernunft ist hier z.B. die extreme Realitätsblindheit der Kreationisten; dies nur angeführt als „abschreckendes Beispiel“ um darauf aufmerksam zu machen auf welche Abwege man geraten kann, wenn irgendeiner überlieferten Legendenbildung mehr vertraut wird als allen durch vernünftige Einsicht überprüfbaren tatsächlich erforschbaren Daseinszusammenhängen.

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Erläuternde Ergänzungen zu der „Wunderdroge Zeit“ mit Fundstellen und weiterführenden Vertiefungen

Wenn man sich mit den grundlegenden Zusammenhängen im gesamten Daseinsgeschehen überhaupt beschäftigen will, dann kommt man selbstverständlich nicht drum herum, sich auch über den jeweils jüngsten Erkenntnisstand gerade der Naturwissenschaft zu informieren. So versuche ich, alles was dabei allgemeinverständlich erfassbar ist, für ein möglichst umfassendes „Daseinsverständnis“ (gerade auch als Nichtwissenschaftler) zu nutzen.

Naturwissenschaft hat hier einen höchsten Stellenwert, weil in diesem Bereich gezielt erforscht wird, wie die Welt in den weitesten Dimensionen und in jeder Art von Bestandteilen tatsächlich aufgebaut ist.

Dabei kommt man aber nicht um diese Erfahrung herum: Bei einer allzu blinden Vertrauensseligkeit ist hier Vorsicht geboten. Der Grund: Auch in diesem Wissenschaftsbereich gibt es einfach Erkenntnisgrenzen. Soweit diese Erkenntnisgrenzen klar aufgezeigt werden und somit erkennbar sind, hätte man im Prinzip selbstverständlich das gesamte „Wissenschaftsmaterial“ zusammen, das uns zuverlässig über alles naturwissenschaftlich Erforschbare informieren kann.

Aber hier gibt es einfach die Schwierigkeit, dass dabei oft die Grenzen verwischt werden – aus Unsicherheit, aus Unkenntnis oder sogar gezielt, um dadurch ein Wirklichkeitsverständnis durchzusetzen, dass sich mit den tatsächlichen Daseinsgegebenheiten nicht wirklich in Übereinstimmung bringen lässt. In den weiteren Ausführungen zu diesem Anhang werde ich dazu einige Beispiele anhand von älteren Ausarbeitungen geben. In diesem Sinn hier jetzt schon der Hinweis auf Die Denkherausforderungen des Bill Bryson zu den ersten Anfängen und zu den letzten Dingen (www.kant-kosmos-reales.de/Kosmologisches.htm). Hier lege ich dar, dass es unmöglich ist, von einer weitgehend geschlossenen Kenntnis über alle bekannten physikalischen Zusammenhänge her mit vernünftiger Begründung auf die „Beschaffenheit“ alles dessen schließen zu wollen, was es darüberhinaus noch geben mag oder unmöglich zusätzlich geben kann.

Wie berechtigt hier generell eine skeptische Haltung ist, das wurde mir besonders klar im weitesten Zusammenhang mit meiner Auslobung vom 24. Januar 2011 über 5.000 € für den Nachweis, dass in der materiellen Daseinswirklichkeit tatsächliche „physische“ Zeitspannen existieren. Ich fand hier den Zugang zu einigen gewichtigen Fundstellen, die einen vernünftigen Abstand zu einer allzu „blindgläubigen Übernahme“ aller aktuellen Forschungsergebnisse ratsam sein lassen.

Alexander Unzicker mit Vom Urknall zum Durchknall, hier für mich nachlesbar begründete Zweifel an Anwendbarkeit von z.B. „Stringtheorie“, „Dunkle Energie“ usw. D.h. gerade die theoretischen Bereiche der Physik, auf die ich bisher für eine vertretbare Abrundung eines „gefestigten Weltbildes“ vertraut hatte, erwiesen sich jetzt als „außerordentlich brüchig“. (Vom Urknall zum Durchknall u.a. „Anmerkungen“ zum Wesen der Zeit im lfd. Text  vor, in und nach dem Abschnitt GIBT ES OHNE MATERIE AUCH KEINE ZEIT?: Niemand hat sich wohl intensiver mit dem Begriff Zeit auseinandergesetzt als der britische Physiker Julian Barbour. Seine zentrale These – die Zeit gebe es gar nicht – schien mir auf den ersten Blick sehr abstrus… so der „Sachstand“ 1993, nachdem Barbour sich 35 Jahre damit beschäftigt hatte. …Dabei ist Barbour ein echter Querdenker – seine Theorie steht so abseits der allgemein akzeptierten Vorstellungen, dass sich wohl kein Kosmologe damit anfreunden wird… und weiter …Der bekannte Kosmologe John Barrow sagt dazu in seinem Buch ‚The world within the world‘: ‚Die Frage, ob es einen absoluten Zeitstandard gibt, der global durch die innere Geometrie des Universums definiert ist, ist eines der großen ungelösten Probleme der Kosmologie‘…)

Egbert Scheunemann mit Irrte Einstein? – hier das Aufzeigen einiger Absurditäten, die sich bei völlig unkritischer Hinnahme z.B. der Speziellen Relativitätstheorie auftun. Hierauf komme ich gleich noch zurück.     

Eingefügt aber zusätzlich hier auch der Hinweis sehr aufschlussreich auf die Fundstelle  Solar von Ian McEwan; hier in lockerer Form Insider-Kenntnisse über Wissenschaftsbetrieb und Nobelpreisvergabe bei den Naturwissenschaften durchgehend in der Art einer „Real-Satire“ abgefasst.                                                  

Zurück zu Egbert Scheunemann Irrte Einstein? Unter Zusammenfassung der Ergebnisse insbesondere zu „dem Rätsel Zeit“ (das durch mich, wie ich behaupte, allerdings inzwischen „im Kern“ gelöst ist) verkürzt wiedergegeben diese Punkte: 1. …Zeit, Länge und Masse schrumpfen oder entstehen nicht durch Beobachtung oder durch mathematische Koordinatensystemtransformationen, also das Umhängen verschiedener Koordinatensystem-Namensschildchen… 3. Ein informierter Blick offenbart sämtliche Ansammlungen von Materieenergie bzw. Energiematerie im gesamten Universum als permanent bewegt: Die Erde dreht sich um sich selbst und um die Sonne. Unser Sonnensystem dreht sich um den Kern unserer Galaxis. Unserer Galaxis bewegt sich relativ zu anderen Galaxien… …Gehirnströme bewegen sich relativ zu seinen Neuronen. Die Elektronen, aus denen diese Neuronen unter anderem bestehen, bewegen sich relativ zu den Protonen, aus denen sie auch bestehen. Alles bewegt sich permanent relativ zu irgend etwas anderem. Jede Uhr, egal wo man sie hinstellt, geht so ‚langsamer‘ relativ zu einer anderen Uhr irgendwo im Universum – umgekehrt… 4. Das so genannte ‚Zwillingsparadoxon‘ ist genau aus diesen Gründen kein Paradoxon, sondern absurd. Es ist völlig unmöglich, in dem alles relativ zu allem in permanenter Bewegung ist, einen Zwilling Z1 (samt Uhr in seiner Tasche) als absolut ruhend und einen anderen Z2 (samt Uhr in seiner Tasche) als absolut bewegt (reisend) auszuzeichnen… Die in den einschlägigen Darstellungen … verwendeten Graphiken … geben den physischen Sachverhalt durchgehend falsch wieder… 6. Einsteins berühmte Formel … E =m.c² bringt (lediglich) zum Ausdruck, dass die Energie, die in der Masse ‚steckt‘, identisch ist mit der gesamten kinetischen Energie, die in Form der Bewegung der schwingenden, vibrierenden, rotierenden Elementarteilchen vorliegt, aus der sich die Masse zusammensetzt. Die Geschwindigkeit dieser Bewegung der Elementarteilchen ist dabei auf maximal c begrenzt – es kann also nicht unendlich viel Energie in eine gegebene Masse ‚gesteckt‘ oder aus ihr ‚herausgeholt‘ werden… 7. Es ist nicht sinnvoll, den Gravitationseinfluss auf Chronometer – Atomuhren am Fuße eines hohen Turmes gehen langsamer als die an seiner Spitze – als Verlangsamung der Zeit selbst zu interpretieren… 10. Die Allgemeine Relativitätstheorie, als rein geometrisches Phänomen ‚erklärt‘, erklärt …nur, auf welchen gekrümmten Raumzeitbahnen (Geodäten) sich Materie in Anwesenheit anderer Materie im freien Raume bewegt. Sie erklärt in keiner Weise, warum nicht bewegte Materie unter Gravitationseinfluss anfängt, sich zu bewegen – also warum der Apfel zu Boden fällt (auf welchen gekrümmten oder nicht gekrümmten Bahnen auch immer), wenn man ihn loslässt… 12. …Die mathematische Prolongation, das ‚Hochrechnen’ bestimmter physikalisch-mathematisch ausformulierter Gesetze ‚ohne Ende‘ kann nur zu theoretischen Phantastereien führen, die mit irgend einer empirisch nachprüfbaren Physis und empirisch fundierten Physik nichts mehr zu tun haben – wie die empirisch dürftigst begründete Urknalltheorie, die Inflationstheorie des Universums oder gar eine Stringtheorie, die inzwischen die ‚Existenz‘ von 10hoch500 Universen ‚voraussagt‘…                     

Bei diesen „erläuternden Ergänzungen zu der Wunderdroge Zeit“ geht es mir vor allem um einige Ernüchterung bei allen Orientierungen anhand zahlreicher der in jüngster Zeit präsentierten Forschungsergebnisse im naturwissenschaftlichen Bereich: Es geht um die Einsicht, dass es zwar die zuverlässigste Wirklichkeitserfassung vor allem durch die Naturwissenschaften gibt, dass aber bei verschiedenen allzu ungesicherten (wenn auch trotzdem inzwischen etablierten) spekulativen Theorien ein ernstzunehmender Anspruch auf wirklich begründete Zuverlässigkeit überaus zweifelhaft erscheinen muss.

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Resümee zur Wirkungsweise der „Wunderdroge Zeit“ und ein vernunftorientierter Ausblick

Ein „Brennpunkt“ bei der Beschäftigung mit der „Wunderdroge Zeit“: Es ist hier ganz einfach – wie ich es bereits erwähnt habe – eine gewisse Hilflosigkeit mit der Größe „Zeit“ in allen „Orientierungs-Bereichen“ unter den Menschen auszumachen. In diesem Sinn konzentriere ich mich auch mit meiner letzten Web-Seite „Sternenwelten-Herkunft“ vor allem auf Ausarbeitungen mit der Zielrichtung „die Nichtexistenz von tatsächlich physisch vorhandenen Zeitspannen aufzuzeigen“.

Dazu kurz (erneut) eine Erläuterung „warum überhaupt mehrere Web-Seiten?“

Bei mir gab es, soweit ich mich überhaupt zurück erinnern kann, immer ein „Nachdenken über alle Daseinszusammenhänge“. Sehr bald schon vor allem „realitäts-orientiert“. Dabei aber für viele Jahre als große, sehr hinderliche Hürde die gedankliche Auseinandersetzung mit philosophischen und theologischen Fragen. D.h. mich interessierte zwar stets vordringlich „was die Welt im Innersten zusammenhält“. Aber ich glaubte zunächst hierbei über Klärungen in grundlegenden philosophischen und theologischen Fragestellungen vorankommen zu müssen. Eine totale Fehleinschätzung (- aber nicht total überflüssig, was gleich noch zu erwähnen sein wird)!

Mit den zwischenzeitlichen technischen „Errungenschaften des Internet“ ergab sich für mich die Gelegenheit, meine über viele Jahre entworfenen Skizzen und Manuskripte in konzentrierten Überarbeitungen auf eigenen Web-Seiten abzuspeichern. Daraus entstand dann zunächst 2009 www.kant-kosmos-reales.de mit Texten, die u.a. zu allen grundlegenden Wissensbereichen Berührungspunkte hatten.       

Bei der immer intensiveren Auseinandersetzung vor allem mit grundlegenden naturwissenschaftlichen Fragen sollte  für  eine  bessere Übersichtlichkeit die Einrichtung der zweiten Web-Seite www.Sternenstaub-Verwandlungen.de sorgen. Und als ich bei dieser Vorgehensweise dann an die „Enträtselung der geheimnisvollen Zeit“ geriet, wollte ich, was sich hierzu an Entschlüsselungen erarbeiten ließ, möglichst komprimiert separat unter www.Sternenwelten-Herkunft zusammenführen.

„Sternenwelten-Herkunft“ ist die Sammlung mit den von mir inzwischen am intensivsten durchdachten Ausarbeitungen.

Und damit auch noch einmal zurück zu der zuvor erwähnten Fehleinschätzung von mir, bei der gedanklichen Auseinandersetzung mit allen grundlegenden Daseinsfragen ansatzweise  auch auf den Kenntnisreichtum in Philosophie und Theologie zurückzugreifen. Mir ist sehr spät erst klar geworden, dass diese Beschäftigung für sich selbst genommen ziemlicher Leerlauf und eigentlich „vertane Zeit“ ist. Ein letzter „Gewinn“ hier bei allem aber doch immerhin: Ich machte mir hier immerhin einen fundierter Überblick zu eigen zu den auch hier auszumachenden Zusammenhängen und Strömungen.

So ist „Kant-Kosmos-Reales“ eine Sammlung  von „Ergebnissen einer gedanklichen  Auseinandersetzung mit den tatsächlichen Daseinsbedingen“. Dabei sollte meine Vorgehensweise nicht als etwas „Philosophisches“ eingeschätzt werden; „Philosophie“ im weitesten Sinn ist immer spekulativ und damit Leerlauf. Ich nenne meine Vorgehensweise „pragmatisches Denken“, kurz „Denkpragmatik“ – als Abgrenzung gegenüber allem, was mit nur spekulativ ersonnenen Denkwelten zu tun hat.

Zurück zu den „Web-Seiten insgesamt“, hier insbesondere „Sternenwelten-Herkunft“. Hier habe ich am intensivsten herausgearbeitet: Alles, was nur irgend gedanklich erarbeitet wird und dabei Verbreitung findet, gewinnt als immaterielles Gut Realität. Im Gesamtzusammenhang mit der Enträtselung der geheimnisvollen Zeit habe ich die Funktionsweisen hierzu erläutert. Ziemlich folgerichtig dann für mich, die eigenen „Denkresultate Verbreitung finden zu lassen“. Hier einmal anhand von konkreten (wenn auch ziemlich „exotisch-exzentrischen“) Beispielen für das ganz reale Zustandekommen realer immaterieller Güter: Ob nun z.B. so obskure Fantasieprodukte wie die Vorstellungswelten eines Erich von Däniken oder der in u.a. zahlreichen Grundschulen vermittelte Wissensstoff der Kreationisten – alles dies ist immaterielles reales Kulturgut geworden durch ein „originäres“ gedankliches Wirken, das auch trotz aller Absurdität allmählich eine nicht unerhebliche Verbreitung gefunden hat.            

Und so liegt mir daran, dass auch meine gedanklichen Ausarbeitungen in der „Funktionsweise des Immateriellen“ (siehe Prolog) durch Verbreitungen in jeder Form von Öffentlichkeit vor einem vorzeitigen Untergang bewahrt bleiben (allerdings ohne dabei jemals auf den Wertgehalt von vielen allzu obskuren Fantasieprodukten abzusinken…).

 Mit meinen obigen Ausarbeitungen bin ich zu dem eigentlichen Schwachpunkt allen „Erkenntnis-Strebens“ vorgedrungen: Es ist eine Eigenart des Menschen, sich bei all seinen Orientierungen im Großen und Ganzen im Besitz von kaum anzweifelbaren Wahrheiten zu sehen. Aber die „Funktionsweise des Immateriellen“ lässt eigentlich nur den Schluss zu, dass wir bei jeder Art von „Wahrheitsfindung“ an den letzten überhaupt erreichbaren Erkenntnisgrenzen die tiefsten Zusammenhänge zu allem Daseinsgeschehen nicht wirklich verstehen können.

In der gesamten Menschheitsgeschichte ist es schon ein großer Gewinn, dass für alles „Erkenntnisstreben“ das Erforschen aller tatsächlich wahrnehmbaren Zusammenhänge im Naturgeschehen eine höchste Bedeutung hat; hier ist immer der letzte Gradmesser dafür, ob unser „bewusst gesteuertes Weltverständnis“ eine elementare Verankerung in der Realität alles überhaupt Daseienden hat. Oder ob unser „Weltverständnis“ zu einem großen Teil aus nur fantasiereichen „reinen Denkerfindungen“ besteht.

Wenn einem diese Zusammenhänge klar werden, dann hat man auch einen vernünftigen Ansatzpunkt dafür, wie jede Form von Welterklärung auf die darin enthaltenen Schwachpunkte skeptisch überprüft werden kann.

Unser bewusst gesteuertes Erkenntnisvermögen bewegt sich immer in irgendwelchen abgegrenzten Bereichen, für die jeweils bestimmte „Ordnungsprinzipien“ festgelegt sind.

Soweit wir es hier mit klar überschaubaren und überprüfbaren Zusammenhängen zu tun haben, lässt sich auch immer objektiv entscheiden, ob hier in allem Tun und Lassen das prinzipiell gültige Regelwerk eingehalten wurde oder nicht.

Sobald uns aber zu den Daseinsvorgängen alles überhaupt Wirklichen die letzten Zusammenhänge nicht zugänglich sind, ist  es uns auch unmöglich über letzte Zusammenhänge tatsächlich verlässliche Wahrheiten in Erfahrung bringen zu können. Gerade das ist für mich eine Herausforderung, skeptisch zu beurteilen, ob „verkündete Wahrheiten“ als zuverlässig zu akzeptieren sind. Oder ob wir es hier mit unhaltbaren „Fantasie-Produkten“ zu tun haben.

Mit dieser Denkausrichtung, die ich als einzig allgemeingültig vertretbar ansehe, wird man bei einiger Konsequenz so immer äußerstenfalls bis zu solchen „Erkenntnisgrenzen“ vorstoßen, zu denen eine abschließende Beantwortung kaum noch möglich ist.

Was ich zu dieser „Grenzsituation“ herauszuarbeiten versuche: Dieses „Keine-Antwort-Finden-Können“ zu klar auszumachenden Daseinsvorgängen kann unmöglich die Bedeutung haben, dass somit gerade immer das, was uns ganz real noch Fragemöglichkeiten bietet, was uns also immer noch „ungelöste  Fragen“ aufzwingen könnte, keinerlei Realität hat – einzig mit einer Begründung wie etwa dieser: Weil sich hierzu keine präzise Antwort finden lässt kann hier unmöglich auch noch etwas wie auch immer „real Geartetes“ für möglich gehalten werden.       

Richtig ist bei dieser Sachlage vielmehr: Die tatsächlich wahrnehmbaren Daseinsvorgänge deuten auf das Vorhandensein von tieferen „veranlassenden“ Ursprungskräften hin – es ist uns aber nicht möglich, hierzu noch etwas Genaueres in Erfahrung zu bringen.

Für das Erfassen sämtlicher tatsächlich vorhandener Wirklichkeitszusammenhänge sind uns (so meine Überzeugung) unüberwindbare Grenzen gesetzt. In der Herausforderung aber, für alles dennoch zu dem überhaupt möglichen Glaubhaften in unserer Daseinswirklichkeit ein vernünftiges Maß erkunden zu wollen, gibt es keine Begrenzung.

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