Ausgewählte Texte zum Themenbereich Zeit

Über die Beseitigung von Irrtümern bei den üblichen unzutreffenden Einschätzungen zum Wesen der Zeit

Ein Gesamtmodell des tatsächlich real Daseienden

Über das absurde Zustandekommen von realitätsfernen Denkwelten

 

Über die Beseitigung von Irrtümern bei den üblichen unzutreffenden Einschätzungen zum Wesen der Zeit

In mehreren Ausarbeitungen habe ich entwickelt, dass die üblichen Auffassungen zum Wesen der Zeit ungenau oder  meist sogar fehlerhaft sind. Zeit wird üblicher Weise aufgefasst als eine tatsächlich existierende „Ausdehnungsspanne“ bei jedem Ablaufgeschehen. Ich behaupte dagegen, dass es im faktischen Daseinsgeschehen niemals ein derartiges „Zeitgeschehen in tatsächlicher Ausdehnung“ gibt. Die „empirisch vorhandene Wirklichkeit“  existiert nur in unablässig ablaufenden Veränderungsvorgängen ohne jede tatsächliche „echte“ Ausdehnung. Es finden in der „tatsächlichen Realität“ immer nur „punktuelle Momentveränderungen“ statt ohne auch nur die geringste zeitliche Ausdehnung. Unsere „Zeit-Wahrnehmung“ kommt allein dadurch zustande, dass wir in unserem Inneren über ein molekulares „Zeit-Erinnerungsvermögen“ verfügen. Wir speichern in unserem Inneren – wie überhaupt jedes Lebenswesen – die „Außeneindrücke“ und vermögen diese dann in sozusagen „freier Verfügbarkeit“ beliebig zu einander in Beziehung zu setzen. (Im Bereich der „rein materiellen Natur ohne organisches Leben“ kommen derartige „Zeitspeicherungen“ nicht vor; erst mit der Entstehung jedes organischen Lebens überhaupt kam es zu der Befähigung von inneren „zeit-schaffenden“ Rückkopplungsvorgängen bei allen Lebewesen. Die „freie Verfügbarkeit über den Gebrauch dieser inneren Rückkopplungs-Steuerungen“ hat dann allerdings erst der Mensch entwickelt.)

Das ist eine „Schlüssel-Einsicht“, wie ich sie bisher noch nirgendwo im Wissensschatz der Menschheit vorgefunden habe. Diese „Schlüssel-Einsicht“ ist hier auf das Wesentliche zusammengefasst. In den folgenden Texten komme ich immer wieder auf diese „Kurzfassung“ zurück. Fundstellen zu meinen bisherigen ausführlichere Ausarbeitungen sind als „Fußnote“ aufgeführt.

Die folgenden Aufsätze beschäftigen sich mit möglichen Einwendungen zu meiner „Theorie“, mit Anwendungen, usw. Im Wesentlichen soll es dabei um die Beseitigung von Irrtümern bei den üblichen unzutreffenden Einschätzungen der Zeit gehen.  

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 Ein Gesamtmodell des tatsächlich real Daseienden

So oft ich mich damit beschäftige, wie durch die Fortschritte in der Naturwissenschaft die letzten Daseinsrätsel anscheinend immer kurz vor einer abschließenden Lösung stehen, wächst in mir die Überzeugung, dass die Forschung hierbei einer grundlegend falschen Orientierungsrichtung folgt. Warum ich dieser Überzeugung bin, das möchte ich nachfolgend an der physikalischen Größe „Zeit“ entwickeln. 

Zu dem Wesen der Zeit habe ich Folgerungen entwickelt, die z.T. sehr abweichend von den geläufigen  Anschauungsweisen über die „Zeit“ sind.

In mehreren Ausarbeitungen habe ich mich mit intensiven Begründungen für die Richtigkeit meiner „abweichenden Folgerungen“ beschäftigt,

Nachfolgend möchte ich kurz ein „Gesamtmodell“ skizzieren, das alle Zusammenhänge zu „Zeit und Raum“ in großen Zügen so zutreffend wie möglich beschreibt.

Unsere Daseinswirklichkeit hat tatsächlich nur diese zuverlässig erfassbaren „letzten Grundlagen“:

Körperlich, stofflich ist etwas da in Ausdehnung (Volumen) in unablässiger Veränderung aus eigener innerer Dynamik/Energie, wobei es niemals zu einem echten zeitlichen Stillstand kommt.

Der Mensch „formt und erfindet“ in seinem Inneren Zusammenhänge zu diesen Vorgängen - teils in enger Verankerungen mit der tatsächlichen Beschaffenheit des Stofflichen, teils in rein spekulativen Ausformungen, die kaum noch eine Verankerung in der tatsächlichen Beschaffenheit des Stofflichen haben.      

Für den Menschen entsteht auf diese Weise unabwendbar eine immaterielle Wirklichkeit; Anknüpfungspunkt für all diese Zusammenhänge ist vor allem „das Phänomen Zeit“.

„Zeit“ wie wir sie kennen – so behaupte ich - ist erst entstanden mit der Erschaffung der Sprache in der Menschheitsentwicklung.

„Gedehnte Zeitspannen“ kamen zuvor schon mit dem Erscheinen des Organischen in der Natur zustande.

Zu allem hier noch einmal dieser Grob-Überblick:    

Das Materielle lässt sich eingrenzen auf lediglich das Vorhandene, was sich in räumlicher Ausdehnung durch tatsächliche (oder mögliche) Veränderungen bemerkbar macht.

Das Immaterielle ist daneben alles das, was durch eine vom Materiellen losgelöste freie Gestaltung an „Ausformungen jeder Art“ in zeitlichen und räumlichen Vorgängen gedanklich zusätzlich erschaffen wird.

Das Materielle hat Realität einfach immer nur in dem Ausmaß und auf die Weise, wie es in räumlicher Ausdehnung und in möglichen und tatsächlichen Veränderungsvorgängen jeder Art „bemerkbar“ wird.

Das Immaterielle kann Teil der materiell-realen Wirklichkeit sein – immer in dem Ausmaß, wie sich eine „Verankerung“ in allem materiell Vorhandenen klar erkennbar nachvollziehen lässt.        

Ich möchte also nur den Blick dafür „öffnen“, wie wir in all unseren Orientierungen eigentlich immer mehr oder weniger in einem großen Durcheinander von klar erfassbaren empirischen Realitäten leben durchmischt und getrübt von nur spekulativ ersonnenen Vorstellungswelten.

Ich konzentriere mich bei diesem „Gesamtmodell des tatsächlich real Daseienden“ vor allem auf das „übermächtige“ Wirkungsgeschehen, das uns in der weit umfassenden Realität des Immateriellen begegnet. Denn in dieser „immateriellen Realität allen Daseinsgeschehens“ kommt es zu den größten Missverständnissen und Irrtümern in der Menschheitsgeschichte. 

Zeit als ein nur immaterielles Geschehen kam – wie gerade zuvor erwähnt und wie ich behaupte – erst mit der Entwicklung der Sprache zustande.

Jedes „organisch existierende Lebewesen“ kannte (bevor später die Menschwerdung zustande kam)  bereits „unbewusst ablaufende innere Zeitsteuerungen“; es mussten nicht mehr nur Reaktionen in völlig gleicher Angepasstheit mit den unablässigen Veränderungsvorgängen im gesamten Naturgeschehen vor sich gehen, vielmehr waren jetzt Reaktionen in „zeitversetzter“ innerer Eigensteuerung möglich.

Erst die Menschen vermochten mit der Verständigung durch ihr Sprachvermögen die inneren Zeitsteuerungen in dem gesamten menschlichen Miteinander in ausformulierten „immateriellen Zeitspannen“ einander mitzuteilen: D.h. das gesprochene oder geschriebene Wort bildete jeweils eine mitgeteilte „Zeitdehnung“, sofern es „Empfänger“ gab, die den Wortsinn übernahmen und verstanden; sie speicherten in ihrem Inneren diese „Zeitdehnungen“ – das gesamte Außengeschehen jedoch vollzog unabhängig davon unablässig ein tatsächliches Veränderungsgeschehen weiterhin fortlaufend, ohne dass es dabei jemals zu tatsächlichen echten Zeitspannen kam.   

Ab diesem Entwicklungsschritt gab es erstmals im Menschheitsgeschehen eindeutig nachvollziehbar die Zeit, wie wir  sie als eine Selbstverständlichkeit in unserer Lebenswirklichkeit kennen.

Dies ist auch der entscheidende Ansatzpunkt für meine Ausarbeitungen zum Wesen der Zeit, in denen ich die geläufigen Irrtümer und Missverständnisse zu allen Auseinandersetzungen über „Zeitinterpretationen“ abzuklären suche.

Um die wesentlichen Punkte hierzu noch einmal deutlich in den entscheidenden Zusammenhängen herauszuarbeiten:

Solange es noch nicht den Menschen gab, der seine „Zeitvorstellungen“ sprachlich auszuformulieren vermochte, war Zeit nicht vorhanden. Es gab (und gibt es so auch heute noch) „rein materiell“ nichts Anderes als nur unablässig ablaufende Veränderungsvorgänge ohne jede tatsächliche zeitliche Ausdehnung. Diese Veränderungsvorgänge werden getragen von dem stofflich in räumlicher Ausdehnung  materiell Vorhandenen. Es handelt sich dabei um Vorgänge, die in Teilbereichen sehr unregelmäßig oder in kaum größeren Ausmaßen ablaufen, in weiteren Teilbereichen aber auch sehr regelmäßige Ablaufveränderungen aufweisen.

Der Mensch nahm diese Veränderungsvorgänge wahr und setzte die dabei feststellbaren Regelmäßigkeiten dann in bestimmten „zeitlichen Ordnungsgefügen“ zueinander in Beziehung.

Hier ist jetzt besonders bemerkenswert: Wenn wir davon ausgehen dürfen, dass sich die dabei zugrunde liegenden Befähigungen allein aus den inneren molekularen (materiellen) Strukturen des Menschen entwickelt haben, dann gibt es (behaupte ich) unmöglich eine Erklärung dafür, wie der so doch eigentlich nur stofflich beschaffene „materielle Mensch“ über gerade auch die Befähigungen verfügen kann, Zeitgestaltungen in den reichhaltigsten Ausformungen zustande zu bringen.      

Ich möchte also herausarbeiten, dass die großen Geheimnisse in Sachen Entschlüsselung von rätselhaften Naturvorgängen gar nicht in erster Linie in diesen Entschlüsselungen selbst liegen. Vielmehr liegt das eigentliche große Geheimnis darin, dass der Mensch einzigartig die Befähigung hat, im gesamten rein materiellen Geschehen die im weitesten Sinn überhaupt höchsten kreativen Leistungen zu vollbringen.

Gerade diesen Bereich in unserer Daseinsrealität sehe ich als größte Herausforderung für alles ernsthaft begründetes Erkenntnisstreben an: Es gibt eben Vorgänge, die unwiderlegbar Teil aller letztlich im materiellen Geschehen verankerten Daseinserscheinungsformen sind, die sich aber naturwissenschaftlich unmöglich bis hin zu den letzten („veranlassenden“) Antriebskräften klären lassen.

Diesen (exakt so) außerordentlich eng gefassten Erkenntnisbereich nenne ich Grenzmetaphysik.

Für all das, was sich in diesem sehr engen Bereich als naturwissenschaftlich nicht erklärbar erweist, wähle ich den Begriff „das Wundersame“: „Wunder“ im engsten Wortsinn sind damit nicht gemeint. Denn vermeintliches Wundergeschehen gegen die Gesetze der Natur beruht auf Irrtümern, Täuschungen, Aberglauben. Aber neben derartigen vermeintlichen Wundern haben wir es in unserer Daseinswirklichkeit immer auch mit all den Erscheinungsformen zu tun, für die sich die  letzten Ursachen nicht „wissenschaftlich“ erklären lassen. Für diesen sehr eng gefassten  Bereich konzentriere ich mich auf den Begriff „das Wundersame“.

Zurück zu meinen Ausarbeitungen über das Wesen der Zeit.

Nach den in diesen Ausarbeitungen entwickelten Folgerungen gibt es im tatsächlichen materiellen („physischen“) Geschehen niemals echte Zeitdehnungen. Das materielle Geschehen kennt nur unablässig  ablaufende Veränderungsvorgänge ohne jeden echten Stillstand.

Es ist der Mensch, der mit Bewusstsein und Erkenntnisfähigkeit überhaupt erst jede Art von Zeitgeschehen in Ausdehnungen zustande bringt.    

Das bedeutet zwingend, dass z.B. die Naturwissenschaft tatsächlich bestehende „echte Zeitspannen“ niemals ermitteln kann (- weil es die eben einfach überhaupt nicht gibt).

Alles, was in der Naturwissenschaft in Sachen „Erfassen von naturgegebenen Zeitvorgängen“ bislang ermittelt wurde, beruht so auf einem Beobachtungsfehler: Niemals  irgendwelche tatsächlich stattfindenden „Zeitabläufe“ wurden allen Berechnungen zugrunde gelegt. Sondern die „rein immateriell stattfindenden Zeitspeicherungen“, wie sie  in jedem Lebewesen stattfinden, werden vom Menschen in Berechnungen aufeinander bezogen. Die so gewonnenen Berechnungsgefüge bilden dann das Gerüst für alle Anschauungsformen zu der Zeit – und fließen so dann auch in alle Anschauungsformen zu allen Erklärungsversuchen für den naturwissenschaftlichen Bereich „Raum“ ein.

Einzig hier öffnet sich der Weg für eine intensivere Deutung zu den großartigen Leistungen der modernen Physik:

Um hier einen einigermaßen zutreffenden Überblick zu den entscheidenden Zusammenhängen zu gewinnen, sollte man sich vor allem auf die überragenden Leistungen von Albert Einstein konzentrieren.      

Albert Einstein konnte nach allem, was ich zuvor entwickelt habe, gar nicht ein tatsächlich  zutreffendes Zeitgeschehen in seinen Theorien „erarbeiten“ - weil es eben „Zeitgeschehen

in echten Zeitspannen-Ausdehnungen“ niemals gab und niemals gibt. Einstein hat vielmehr die bislang überkommenen (immateriell erarbeiteten)  Zeitberechnungen insoweit („überaus genial“!) korrigiert, als sie nach dem damaligen „letzten Stand der Forschung“ mit den zuletzt exakt beobachteten Naturerscheinungen unvereinbar waren.    

Mit den von Einstein erarbeiteten Theorien konnten alle bisherigen Anschauungsweisen über Raum und Zeit ersetzt werden durch die nunmehr von ihm erarbeiteten zutreffenderen Berechnungsmodelle.

Aus meiner Skizze eines Gesamtmodells des tatsächlich real Daseienden ergibt sich aber,  dass die uns naturwissenschaftlich dargebotenen „Weltbilder“ die Realität, in der wir leben, unmöglich im vollen Umfang erschließen können.  

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Über das absurde Zustandekommen von realitätsfernen Denkwelten

Der Mensch verfügt über die einzigartige Befähigung, sich prinzipiell seines eigenen Verhaltens voll bewusst zu sein. Jeder Einzelne entwickelt seine völlig eigene Verhaltensorientierung im Rahmen eines Erfahrungsschatzes, den er sich in der Wahrnehmung allen Umweltgeschehens schrittweise in einem immer größeren Ausmaß aneignet. Und aus einer derartigen ständig zunehmenden Erfahrungs-Fülle gestaltet er dann fortwährend immer ausgeprägter die eigene Lebensentfaltung. (Kein Lebewesen sonst verfügt über eine derartige Befähigung.)

Welche weitgehenden Folgerungen sich aus diesen Zusammenhängen  ergeben, das möchte ich von meiner eigenen Sichtweise her erklären.

Ich finde mich mit den zuvor beschriebenen Befähigungen in dem alltäglichen Daseinsgeschehen vor. Und gerade durch eine derartige Befähigung all diese Zusammenhänge bewusst erfassen zu können kann ich mich u.a. immer auch damit beschäftigen, hier die für mich optimalen Entfaltungsmöglichkeiten herauszuarbeiten.

Für mich gab es im Lauf der Zeit immer ausgeprägter vor allem diesen Orientierungsansatz: Ich weiß nicht, warum es mich überhaupt gibt. Ich weiß nicht, welche bisher gedanklich erarbeiteten Vorstellungswelten absolut zutreffend sind. Aber ich erlebe, dass es da ein „Außengeschehen“ gibt, das generell ohne mein eigenes Zutun abläuft. Und in diesem „Außengeschehen“ finde ich mich in einem unauflöslichen Eingebundensein vor. Sehr viel hängt in meinem Leben davon ab, wie ich dieses „Außengeschehen“ optimal zu nutzen vermag. Und bei Kenntnis all dieser grundlegenden Zusammenhänge sehe ich es für mich als außerordentlich wichtig an, soviel Kenntnis wie möglich über die eigentliche tatsächliche Beschaffenheit dieses „Außengeschehens“ und über alle damit verbundenen grundlegenden Zusammenhänge zu erlangen.         

Wie man weiß hat nicht jeder eine derartige Lebenseinstellung. Die Art und Weise, wie das gesamte Orientieren vor sich geht, ist unter den Menschen sehr unterschiedlich ausgeprägt.

Warum es hier allein schon von allen Verhaltensmöglichkeiten her unter allen Menschen eine sehr große Variationsbreite gibt, das folgt aus meinen Arbeiten über das Wesen der Zeit.

Ich behaupte, dass wir mit unserem „Zeitverständnis“ durchweg einer elementaren Fehleinschätzung unterliegen. Die „Zeit“ wird (fälschlich! - wie ich behaupte) durchweg verstanden als etwas Existierendes, das es in der Form einer tatsächlich vorhandenen Größe als einen Bestandteil der „materiellen“ Wirklichkeit exakt ausmessbar gibt. Nach meiner Einschätzung kommen in der rein materiellen Wirklichkeit tatsächlich existierende Zeitspannen jedoch überhaupt nicht vor. In der rein materiellen Wirklichkeit gibt es nie etwas anderes als ein unaufhörliches Ablaufgeschehen ohne einen echten  Stillstand in einer jemals existierenden tatsächlichen Zeitspanne. (Einzelheiten und Begründungen zu dieser Auffassung u.a. in Enträtselung der geheimnisvollen Zeit/Rubrik Kosmologisches  unter www.kant-kosmos-reales.de . - Für die Widerlegung dieser von mir behaupteten Einschätzung habe ich am 24. Januar 2011 eine Auslobung über 5.000,- Euro verbreitet, Beantwortungszeitraum bis Dezember 2011.)

Wir erleben die Zeit als einen sehr präzisen Ablauf in unserer Lebenswirklichkeit. Tatsächlich ist die Zeit dabei aber nur ein immaterielles Steuerungs-Geschehen. Und wie dieses immaterielle Steuerungsgeschehen dann je nach individueller Handhabung ausgefüllt wird ergibt sich für die daraus resultierende Orientierung häufig genug ein tiefgreifend begründetes Wirklichkeitsverständnis. Sehr oft aber kommt es dabei dann jedoch auch rein gedanklich zu den absurdesten Wirklichkeits-Verfremdungen.       

Warum in diesem Zusammenhang dann aber gerade auch die Qualifizierung „absurd“?

Nun, alle die mit den vielfältigen gedanklichen Vorstellungen und Überlegungen im eigenen Inneren erschaffenen Denkwelten sind zumeist begleitet von dem Anspruch einer darin enthaltenen zutreffenden Wirklichkeitserfassung; dieses zumindest immer dann, wenn eine derartige Denkwelt nicht von vornherein als ein reines Fantasieprodukt  verstanden werden soll. (Es gibt, wie man weiß, durchaus auch „Fantasieprodukte“, die den „echten“ Wirklichkeitsansprüchen zielgerichtet überhaupt nicht gerecht werden wollen;  ein Beispiel hierfür ist die Sciencefiction-Literatur.)

In diesem Zusammenhang behaupte ich zu diesem gesamten Fragenbereich, dass uns eine vollständige Wirklichkeitserfassung bis hin zu den allerletzten Daseinsrätseln  ohnehin nicht möglich ist. Aber eine „größtmögliche Wirklichkeitserfassung“ – das ist eine Herausforderung, mit der sich in der gesamten Menschheitsentwicklung immer wieder einzelne Menschen intensiv beschäftigt haben. Der dabei heutige Stand: Eine „größtmögliche Wirklichkeitserfassung“ ist immerhin in größter Präzision gelungen (wenngleich auch hier dennoch in Begleitung von wirklichkeitsfremden Denkwelten; dazu später noch die näheren Einzelheiten).  

„Absurde Wirklichkeits-Verfremdung“ lässt sich unbedingt immer dann ausmachen, wenn irgendwelche „propagierten Denkwelten“ nicht in Übereinstimmung zu bringen sind mit allen Fakten, die der Erkenntnisfähigkeit des Menschen nur irgend zugänglich sind.     

Einige der düstersten Kapitel in der Menschheitsentwicklung bei exakt dieser Blickrichtung kennen wir aus dem Bereich von bestimmten völlig ungebremsten Realitätsverweigerungen in religiösen Irrwegen. Es ist bei nur annähernd objektiver Sichtweise grauenhaft, was die christliche Kirche in der Vergangenheit an Realitätsverweigerung von ihren religiösen Allmachtsansprüchen her in der (oftmals unmenschlichsten) Verfolgung von „Wahrheitssuchenden“ angerichtet hat.

Diese „Realitätsblindheit“ selbst ist bis heute nahezu ungebrochen, darüber in weiteren Ausarbeitungen mehr (siehe hierzu u.a. Über die unzumutbaren Provokationen durch die unerträglichen Zumutungen einer dogmatischen Festlegung auf ein allein gültiges Gottesverständnis unter www.Sternenstaub-Verwandlungen.de). Mir geht es hier vor allem darum herauszustellen, dass immer dann die eigenartigsten Schlussfolgerungen möglich sind, wenn man das Phänomen „Zeit“ als eine irgendwie tatsächlich existierende Größe auffasst. Es lässt sich dann gedanklich eine beliebige Vielfalt an Vorgängen in die als Realität vorausgesetzte Zeit hinein interpretieren – Vorgänge dann eben auch solcher Art, wie sie sich nur in einer spekulativ ausufernden Fantasie zu einem (vermeintlich) zutreffenden Abbild der realen Daseinswirklichkeit  entwickeln können... 

Es war vor allem Immanuel Kant, der sich dafür eingesetzt hat die allzu unerträglichen Ausuferungen von Seiten einer allzu spekulativen Philosophie einzudämmen. Auch bei der Einbeziehung der Zeit in die von ihm entworfenen Denkmodelle ging es darum, allzu üppig wuchernden philosophischen Wildwuchs auszulichten. Aber Kant verfügte noch nicht über die naturwissenschaftlichen Kenntnisse, wie sie nach dem heutigen Forschungsstand ganz allgemein zugänglich sind. Und so entwickelte er vor mehr als zweihundert Jahren eben auch Zeit-Vorstellungen solcher Art, die heute nicht mehr (wie ich behaupte) „stichhaltig“ sind.

Ich habe kurz zuvor das völlig unhaltbare Wirklichkeitsverständnis der christlichen Religion als ein besonders gravierendes Beispiel für die Absurdität realitätsferner Denkwelten erwähnt.

Aber auch dort, wo anscheinend höchst wirklichkeitsnah das Weltgeschehen erforscht wird, entstehen (gerade durch ein fehlerhaftes Zeitverständnis) absurde Denkwelten. Absurd einfach durch die Tatsache, dass es auch bei einer äußerst realitätsnahen Vorgehensweise oft genug zu einem Abgleiten in völlig unrealistische Denkwelten kommen kann. Die Beispiele hierzu aus dem Bereich der Höchstleistungen physikalischer theoretischer Forschung (siehe hierzu auch Denkherausforderung Universum unter www.Sternenstaub-Verwandlungen.de).

Nehmen wir einmal an, meine Schlüsselerkenntnis zum Wesen der Zeit sei zutreffend: Tatsächlich vorhandene Zeitspannen existieren nicht, es hat Derartiges nie gegeben. „Zeitspannen“, wie sie uns in unserer Lebenswirklichkeit nur allzu geläufig sind, seien ausschließlich „immaterielle Größen“, wie sie im molekularen Speichergeschehen des organischen Lebens fortwährend zutage treten. Alles vermeintlich in Zeitspannen Wahrgenommene sei tatsächlich nie etwas Anderes als eine ununterbrochene Folge völlig ausdehnungsloser „Augenblicks(‚Moment’)-Veränderungen“ – wie müssen dann z.B. die bekannten „Musterbeispiele“ der speziellen Relativitätstheorie gedeutet werden?

Greifen wir hier nur einmal auf die „Relativität der Gleichzeitigkeit“ zurück, wie dies in kürzester aber überaus anschaulicher Form veranschaulicht wird in dtv-Atlas zur Philosophie (Deutscher Taschenbuch Verlag  1991): „Auf einem Schienenstrang schlagen vor und hinter einem fahrenden Zug zwei Blitze ein. In der Mitte zwischen ihnen registriert ein Beobachter auf dem Bahndamm die Lichtsignale gleichzeitig. Auf einen Beobachter in einem fahrenden Zug kommen die Signale mit der gleichen Lichtgeschwindigkeit zu, doch fährt er einem entgegen und wird dieses für früher halten…“. Es folgt im Text: „Bei zwei Raumpunkten, die sich in verschiedenen bewegten Inertialsystemen befinden, muss ihre jeweilige Eigenzeit berechnet werden…“.

Genau hier wird die irrige Auffassung zu dem tatsächlich stattfindenden Geschehen deutlich: Die beiden einschlagenden Blitze „interessiert“ es überhaupt nicht, wie ihr „Einschlagen“ wahrgenommen wird und welche Berechnungen sich hierzu von irgendwem auch immer anstellen lassen. Im tatsächlich ablaufenden Augenblicksgeschehen gibt es da zunächst die „gewitterschwangereren“ Wolken, es folgen dann im weiteren „Augenblicksablauf“ die Blitzentladungen, zwei Blitze schlagen in der weiteren „Augenblicksfolge“ vor und hinter dem fahrenden Zug ein – ohne selbst  „auch nur einen Augenblick länger“ irgendeine tatsächliche Zeitspanne dafür bereitzuhalten, welche Berechnungen sich hierzu überhaupt anstellen lassen.             

Das heißt, wir haben es hier immer mit zwei völlig unterschiedlichen Wirklichkeitsbereichen zu tun: Das tatsächliche materielle Geschehen kennt keinerlei Zeitdehnung. Die Blitze schlagen ein. Auf einer anderen Gleisanlage prallen wegen einer fehlerhaften Signalschaltung gerade zwei Züge gegeneinander. In wieder anderen Gegenden tummeln sich die Menschen an einem Strand usw. – alles im gleichen ununterbrochenen „Augenblicksgeschehen“. Ein beobachtender Naturwissenschaftler jedoch registriert in seinem Inneren einen dieser Vorgänge und hat jetzt die Begabung, vermittels immaterieller Denkvorgänge hierzu exakte Bezugswerte zu bestimmen. Diese Bezugswerte sind dann aber immer nur von einer immateriellen Realität; in diesem Beispielsfall haben sie allerdings bezogen auf die beiden Blitzeinschläge den allergenauesten Annäherungswert zu dem gerade „unwiederholbar“ abgelaufenen (tatsächlich „materiell vorhanden gewesenen“) Geschehen.          

Immer, wenn sich die Naturwissenschaft bis in die äußersten Grenzbereiche des gerade noch empirisch Erforschbaren vorwagt, kommt es nur allzu häufig zu Fehldeutungen bezüglich der dabei erforschten Resultate.

Richtig wäre es hier, im äußersten Fall zu der Einsicht zu gelangen: Wir wissen es nicht, womit wir es bei bestimmten in der materiellen Realität ablaufenden Vorgängen  tatsächlich noch zu tun haben. Die Feststellungen, die wir hier zu allem jetzt noch treffen können, beruhen lediglich auf Vermutungen in letztmöglichen Annäherungswerten, die wir in rechnerischen Extrapolationen erarbeiten konnten. Welche tatsächlich existierende Realität sich hinter diesen beobachteten Phänomenen verbirgt, das ist das überhaupt Unerforschbare.

Es lässt sich recht präzise aufzeigen (behaupte ich), ich welchen Fallbereichen theoretischer naturwissenschaftlicher Forschung derartige „unrealistische Denkwelten“ vorzufinden sind. Damit beschäftige ich mich in weiteren Ausarbeitungen (siehe hierzu auch Was Einstein nicht zu Ende dachte unter www.Sternenstaub-Herkunft.de). Niemals geht es dabei darum, die jeweils erreichten naturwissenschaftlichen Höchstleistungen selbst in Frage stellen zu wollen. (Dazu verfüge ich auch bei weitem überhaupt nicht über das erforderliche „Rüstzeug“, um hier etwa ernsthaft mithalten zu können.) Sondern nur die ganz simple Erkenntnis möchte ich bei allem voranbringen, dass wir uns eben in unseren „immateriellen Denkwelten“ allenfalls in einer höchsten Annäherung zu dem „überhaupt Unerforschbaren“ voran arbeiten können, was zu allem uns Erforschbaren als letzter Hintergrund wohl tatsächlich als das tatsächlich real Existierende vorhanden sein mag.

Mit einer ähnlichen fehlerhaften Vorgehensweise haben wir es hier zu tun (behaupte ich), wenn gedanklich rein „funktional“ vorfindbare Zusammenhänge gewertet werden als eine überhaupt insgesamt vorhandene Realität, zu der es weitere „offene“ Fragen überhaupt nicht mehr geben kann.

Dazu möchte ich auf die Vorgehensweise von z.B. Richard Dawkings eingehen. Es gehört nach meiner Einschätzung heute zu den bewundernswertesten und bedeutsamsten Leistungen im Bereich geistiger Erarbeitung naturwissenschaftlicher Zusammenhänge, was wir bei Dawkings vorfinden können. Eine derartige Fülle absolut zuverlässiger Sachdaten, wie sie hier dargeboten werden, das hat beispiellos Seltenheitswert (hierzu nur der Hinweis auf Geschichten vom Ursprung des Lebens, Ullstein 2004 – aus dem insgesamt sehr umfangreichen Schaffen von Richard Dawkings).         

Wir finden hier also eine Fülle von Sachdaten vor, aus denen wir bis zu den letzten Einzelheiten die tatsächlichen Zusammenhänge innerhalb des empirischen Naturgeschehens im weitesten Sinn nachverfolgen können. Und vor allem: Was sich ansonsten in der Menschheitsgeschichte an absurden Vorstellungen über Geschehenszusammenhänge aller Art aufgebaut und verfestigt hat – das wird von Dawkings mit bewundernswerter Entschiedenheit als völlig unhaltbare Fantasieprodukte entlarvt.

Und dennoch: Auch Richard Dawkings ist nicht davor gefeit, in realitätsferne Denkwelten hinein zu geraten. Sein unbedingtes Beharren darauf, bei der exakten Beschreibung fast aller Zusammenhänge im Naturgeschehen sämtlich Vorhandenes überhaupt erfasst zu haben – dieses entschiedene Beharren in einer Art „Ausschließlichkeitsanspruch“ hat auch wieder den Charakter einer realitätsfernen Denkwelt.

Denn: Warum und wieso alles das, was in solchen Funktionsweisen beschreibbar ist, überhaupt existiert, warum alles Vorhandene überhaupt in der Entfaltungsfülle unbegreiflicher Vielfalt und qualitativer Reichhaltigkeit zustande kommen konnte, dieser Fragenbereich wird von Dawkings zäh und verbissen ausgeblendet. Geradezu schon wie in einer radikalen Heilsbotschaft: Über alles das hinaus, was sich „rein funktional“ exakt beschreiben lässt, kann es unmöglich zusätzlich noch sonst etwas wie auch immer Existierendes geben.  

Es gibt (behaupte ich – und das ist wie es jeder wissen sollte selbstverständlich keine hervorhebenswerte Einzelmeinung) im realen Geschehen aber „mehr“ als nur das, was sich durch die Wirklichkeitsbeschreibungen, wie Dawkings sie darbietet, erklären lässt.            

 Am Beispiel der Vorgehensweise von Richard Dawkings möchte ich herausarbeiten:  Immer dann, wenn der Eindruck vermittelt wird, man habe durch eine höchste Übereinstimmung von „Wirklichkeitserforschung“ und tatsächlicher Wirklichkeitsbeschaffenheit alle überhaupt nur offenen Fragen geklärt, so lässt sich auch diese Denkweise letztendlich als etwas rein Spekulatives enttarnen. Tatsächlich haben wir es hier wieder nur mit wirklichkeitsfernen Denkwelten zu tun, wenn „spekulativ“ der Anspruch erhoben wird, nun abschließend alle Wirklichkeitszusammenhänge „im Griff zu haben“; denn es bleiben von allem faktisch vorfindbaren Wirklichkeitsgeschehen her unbedingt und unlösbar immer letzte Fragen offen, zu denen eine absolut zutreffende Antwort unmöglich ist (siehe hierzu auch Orientierungsfalle „dogmatischer Atheismus“/Rubrik Religion – Die Welt des Göttlichen unter www.kant-kosmos-reales.de).

Zu allem möchte ich abschließend jedoch dieses noch einmal unbedingt hervorheben: Was durch ein immerwährendes Forschungsbestreben in der gesamten Menschheitsgeschichte an  unumstößlichen Erkenntnissen und Einsichten bis heute zutage gefördert wurde, das vermag uns immerhin zuverlässig davor zu bewahren, allzu realitätsferne und sehr oft überaus verhängnisvolle rein spekulative Denkwelten noch ernst nehmen zu sollen.  

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Fußnote

Die Ausarbeitung Enträtselung der geheimnisvollen Zeit ist aufgeführt in meiner Web-Seite www.kant-kosmos-reales.de unter der Rubrik „Kosmologisches“

Die Ausarbeitungen Immaterielle Beschaffenheit der Zeit, vergleichbar der Computer-Software und Irritationen an der Zeitvermessung der Physik sind nachlesbar auf meiner Web-Seite www.Sternenstaub-Verwandlungen.de           

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